Zum Inhalt springen
Shopify Kundenprojekt D2C

Shopify-Shop für Kinderfahrräder: li:on bikes

Premium-Kinderfahrräder von Ex-Radprofis im Shopify-Shop verkaufen. Wie erklärt man High-VIZ-Lack und 360°-Beleuchtung, ohne zu überfordern? Und warum D2C und B2B getrennte Shops brauchen.

OSE
Online Shop Einfach
li:on bikes Shopify-Shop mit drei Kinderfahrrad-Modellen Pure, Light und Urban in verschiedenen Farben

li:on bikes baut Kinderfahrräder. Das klingt erstmal nicht besonders, bis man erfährt, wer dahintersteckt: Marcel Kittel und Tony Martin, zwei der erfolgreichsten deutschen Radprofis. Kittel hat 14 Tour-de-France-Etappen gewonnen, Martin war viermal Zeitfahr-Weltmeister. Die beiden wissen, was ein gutes Fahrrad ausmacht, und haben dieses Wissen in eine Marke für Kinder übersetzt.

Die Fahrräder starten bei 979 Euro. Das ist eine andere Preisklasse als das, was man im Baumarkt findet. Und genau das stellt besondere Anforderungen an den Online-Shop.

Was li:on bikes besonders macht

Die Fahrräder sind keine klassischen Kinderräder mit bunten Aufklebern. Sie werden in Deutschland gefertigt, der Rahmen besteht aus recyceltem, carbonfaserverstärktem Polyamid. Die Räder wiegen je nach Modell zwischen 11 und 12 Kilogramm, deutlich weniger als die meisten Kinderfahrräder in dieser Größe.

Drei Modelle decken unterschiedliche Bedürfnisse ab: das Pure als reduziertes Basismodell, das Light mit integrierter 360°-Beleuchtung und das Urban als Komplettausstattung mit Gepäckträger und Schutzblechen.

High-VIZ-Lack
Reflektierende Mikro-Glasperlen im Lack, 200 % mehr Sichtbarkeit
360°-Beleuchtung
140 LEDs, automatisch, StVZO-konform, 8 Stunden Akku
Mitwachsend
Patentierter Vorbau mit drei Lenkerpositionen

Erklärungsbedürftige Produkte im Online-Shop darstellen

Ein Kinderfahrrad für knapp 1.000 Euro verkauft sich nicht über einen Produkttitel und drei Bullet Points. Eltern wollen verstehen, warum dieses Fahrrad mehr kostet als andere und ob der Aufpreis gerechtfertigt ist. Die Herausforderung im Shop: Alle relevanten Informationen vermitteln, ohne den Besucher mit Textwänden zu erschlagen.

Bei li:on bikes haben die Produktseiten deshalb einen klaren Aufbau: Oben das Fahrrad mit Farbauswahl und Preis. Darunter die wichtigsten Merkmale in kurzen, visuellen Blöcken. Und erst weiter unten die technischen Details für die, die es genau wissen wollen.

Visuell statt textlastig

Große Produktbilder, die das Material und die Verarbeitung zeigen. Bei erklärungsbedürftigen Produkten transportieren Bilder mehr als Beschreibungstexte.

Schichten statt fluten

Die wichtigsten drei Argumente sofort sichtbar. Technische Spezifikationen erst beim Scrollen. Wer mehr wissen will, findet alles. Wer nicht, wird nicht überfordert.

Vergleichbarkeit schaffen

Drei Modelle, die sich in Ausstattung und Preis unterscheiden. Eine klare Gegenüberstellung hilft dem Besucher, das richtige Modell zu finden, ohne lange suchen zu müssen.

Das Prinzip lässt sich auf jeden Shop mit erklärungsbedürftigen Produkten übertragen: Die Produktseite sollte in Schichten aufgebaut sein. Erst die Emotion (Bilder, Kernbotschaft), dann die Fakten (Features, Vergleich), dann die Details (Spezifikationen, Materialien). So kann jeder Besucher so tief einsteigen, wie er will.

D2C und B2B: Warum zwei getrennte Shops

li:on bikes verkauft direkt an Eltern (D2C) und über Fahrradhändler (B2B). Auf den ersten Blick liegt es nahe, beides in einem Shopify-Shop abzubilden. In der Praxis stößt man damit schnell an Grenzen.

Was im D2C-Shop zählt

Produktstory, emotionale Bilder, Farbauswahl, Größenberatung, Einzelpreise. Der Kunde kauft ein Fahrrad für sein Kind. Er braucht Vertrauen und eine gute Beratung im Shop.

Was im B2B-Shop zählt

Händlerpreise, Mindestbestellmengen, Bestelllisten, Konditionen. Der Händler kennt die Marke bereits. Er will schnell und effizient bestellen, nicht die Produktstory nochmal lesen.

Diese beiden Welten unter einen Hut zu bringen, ist mit Shopify nur schwer möglich. Separate Preislisten, unterschiedliche Produktansichten, Zugangskontrollen für Händler: All das lässt sich zwar mit Apps und Workarounds lösen, wird aber schnell unübersichtlich und fehleranfällig.

Deshalb entstehen für li:on bikes zwei getrennte Shops. Der D2C-Shop unter lion-bikes.com ist live. Der B2B-Shop für Händler ist aktuell in Arbeit.

Wann lohnt sich die Trennung in zwei Shops?

  • 1. Wenn sich die Zielgruppen grundlegend unterscheiden. Endkunden und Händler haben komplett andere Anforderungen an Navigation, Produktdarstellung und Checkout.
  • 2. Wenn die Preisstrukturen komplex sind. Staffelpreise, Händlerrabatte und Mindestmengen passen nicht in einen Standard-Shopify-Shop.
  • 3. Wenn der Pflegeaufwand für einen kombinierten Shop den Nutzen übersteigt. Zwei einfache Shops sind besser als ein komplizierter.

Die Trennung bedeutet etwas mehr Aufwand bei der Einrichtung, spart aber langfristig Zeit bei der Pflege. Und sie sorgt dafür, dass beide Zielgruppen genau den Shop bekommen, der zu ihren Bedürfnissen passt.

Zusammenfassung

li:on bikes zeigt, wie ein Shopify-Shop für erklärungsbedürftige Produkte funktionieren kann: Klare Produktpräsentation in Schichten, saubere Modellvergleiche und eine konsequente Trennung von D2C und B2B.

Wer selbst Produkte verkauft, die mehr Erklärung brauchen als ein T-Shirt, kann die beschriebenen Prinzipien als Orientierung nutzen, unabhängig von der Branche.